Hessische Landjugend e.V.

Presse

Haubern ist doppelter Hessenmeister - Volkstanzturnier 2025

Mitreißende Tänze, strahlende Gesichter und ein stimmungsgeladenes Fest:

 

Die 56. Auflage des Volkstanzturniers der Hessischen Landjugend e.V. erwies sich als voller Erfolg. Dreizehn Tanzkreise aus sieben hessischen Volkstanzgruppen stellten sich in der neuen Festhalle in Reddighausen dem Wettbewerb – ausgerichtet von den Trachtengruppen aus Laisa und Wollmar, die selbst ebenfalls mit mehreren Gruppen antraten. Knapp 200 Tänzerinnen und Tänzer im Alter zwischen 13 und Mitte 60 zeigten eindrucksvoll, dass Volkstanz lebendig, modern und alles andere als verstaubt ist.

Frischer Wind in der Jury
Bewertet wurden die Pflichttänze und je zwei Kürtänze von einer fünfköpfigen Jury: Monika Ritthaler, Darius Ellinger, Felix Mugwyler, Dieter Knodel und Fido Wagler. Gleich vier der fünf Tanzrichter hatten noch nie ein Turnier der Hessischen Landjugend bewertet und reisten aus ganz Deutschland sowie der Schweiz an – ein Umstand, der der Wertung in diesem Jahr besonderen Schwung verlieh. Pro Tanz konnten maximal 24 Punkte erreicht werden.

Haubern dominiert die Vierpaarkreise
Alle acht Vierpaarkreise präsentierten als Pflichttanz die „Hoppsquadrille“. Während sich der Kampf um Platz zwei bis zum letzten Kürtanz ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Haubern III und der Trachtengruppe Wollmar sowie Laisa II lieferte, lag Haubern I klar in Führung. Mit den Kürtänzen „Lanzer“ und „Hebridean Weaving Lit“ sicherten sie sich den Hessenmeistertitel mit starken 333,5 Punkten, gefolgt von Haubern III (315 Punkte) und Wollmar (311,5 Punkte). Der vierte Platz ging an Geismar. Die Gastgebergruppe Laisa belegte die Ränge fünf und sechs, Platz sieben ging an die Tanzgemeinschaft Rosenthal/Halsdorf, gefolgt von Laisa-Sterzhausen auf Rang acht.

Haubern II triumphiert bei den Mehrpaarkreisen
Auch bei den Mehrpaarkreisen waren die Abstände nach dem Pflichttanz, dem „Lopau-Achter“, zunächst gering. Haubern II startete jedoch schon mit einer leichten Führung in den ersten Kürtanz, die „Anne Marte“, und baute diesen Vorsprung schließlich mit der „Hakeriu Polka“ aus. Am Ende sicherte sich Haubern II souverän den Turniersieg.

Platz zwei ging an Laisa III, nur knapp gefolgt von der Gruppe aus Groß-Bieberau, die am Ende lediglich vier Punkte trennten. Geismar belegte Rang vier, Haubern IV komplettierte das Feld.

Begeisternde Kindergruppen und starke Resonanz
Für beste Unterhaltung in den Pausen sorgten die Kindergruppen der Ausrichter, die mit viel Applaus und sogar Bestnoten der Wertungsrichter belohnt wurden. Die Vorsitzenden der Gruppen aus Laisa und Wollmar zeigten sich hochzufrieden mit der großen Publikumsresonanz und bedankten sich bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern. lfern. Besonders gelobt wurde auch die souveräne und humorvolle Moderation von Angela Paulus und Klaus-Peter Fett, die das Publikum mit viel Charme durch den Tag führten.

Prominenter Besuch und starke Worte für den Volkstanz
Auch politisch war das Turnier hochrangig besetzt. Der parlamentarische Staatssekretär Sören Bartol (SPD) zeigte sich beeindruckt von der großen Zahl junger Menschen, die den Volkstanz pflegen. Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden hoben hervor, wie wichtig diese Veranstaltungen für die Region und den ländlichen Raum sind. Als Ehrengast war zudem Anka Krüger, 2. Stellvertreterin der Hessischen Landfrauen, anwesend; sie betonte in ihrem Grußwort, dass sie als Tänzerin genau wisse, wie viel Arbeit und Mühe es erfordere, Tänze auf diesem Niveau zu präsentieren.

Vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Heimat reiste Staatssekretär Michael Ruhl an. Er betonte in seinem Grußwort die besondere Bedeutung des Volkstanzes und dass Hessen stolz darauf sein könne, das trachtenreichste Bundesland zu sein. Die Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Daniela Sommer schlossen sich diesen Worten an und übergaben gemeinsam mit dem Staatssekretär und dem Vorsitzenden der Hessischen Landjugend, Lukas George, die Urkunden und Pokale.

Volkstanz verbindet – über Generationen hinweg
Vor der Siegerehrung zeigte das freie Tanzen erneut, wie verbindend Volkstanz wirkt: Über 60 Paare tanzten gemeinsam die „Sternpolka“ – ein Bild, das Zuschauerinnen und Zuschauer in der prall gefüllten Halle begeisterte und kaum jemanden auf den Stühlen hielt.

Nach der Siegerehrung und den beiden Siegertänzen feierten Aktive und Fans ausgelassen bis spät in die Nacht hinein.

„Es war von Beginn bis Ende eine sehr positive Stimmung,“ resümierte Bianca Hofmeister, Leiterin des Arbeitskreises Volkstanz der Hessischen Landjugend. „Das Turnier ist jedes Jahr wie ein großes Familientreffen. Zwar steht der Wettbewerb im Vordergrund, aber danach wird gemeinsam getanzt, gelacht und – gern auch mit den Tanzrichtern – noch ein bisschen diskutiert.“

Das 56. Volkstanzturnier hinterließ damit einmal mehr den Eindruck, dass Tradition, Gemeinschaft und Freude am Tanz in Hessen fest verwurzelt sind – und generationenübergreifend begeistern.

Ergebnisse
Vierpaarkreis: Haubern I (333,5 Punkte), Haubern II (315), Wollmar (311,5), Geismar (305.5), Laisa II (303,5), Laisa I (302), Rosentahl/Halsdorf (297,5), Laisa/Sterzhausen (289,5)

Mehrpaarkreis: Haubern II (327 Punkte), Laisa III (308), Groß-Bieberau I (304), Geismar (301), Haubern IV (293)

 

 

Text: Hessische Landjugend

Bild: Hessische Landjugend

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