Hessische Landjugend e.V.

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Landjugendliche beschäftigen sich mit dem Thema Rente

Vom 8. bis 10. September 2017 tagte der Arbeitskreis „Jugend macht Politik“ in Erfurt. Der Einladung des Bundes der Deutschen Landjugend e.V. folgten mehrere Jugendliche aus verschiedenen Verbänden der Landjugend.

Betrachtet und diskutiert wurde das Rentensystem der Bundesrepublik Deutschland mit dem Ergebnis, dass sich Landjugendliche für einen fairen Dialog der Generationen aussprechen. Nur so können die Herausforderungen mit Blick auf die Frage – Ist die Rente noch sicher? – gelöst werden. Fortgesetzt wird die Auseinandersetzung zur nächsten AK-Tagung vom 1. bis 3. Dezember 2017 in Nürnberg.

Aus aktuellem Anlass wurde der Einstieg in die Tagung mit dem Bundestagswahlkampf gewählt. Die Jugendreferentin des BDL – Carina Wittmann – präsentierte anhand von ausgewählten Beispielen die fortschreitende Personalisierung des Wahlkampfs. Besonders das TV-Duell zwischen den Spitzenkandidaten von CDU und SPD regte zur Diskussion an. Zudem konnten die Jugendlichen anhand von Filmausschnitten beobachten, dass das Auftreten der Kandidaten sowie deren rhetorische Gewandtheit sich deutlich stärker auf die Sympathie der Zuschauer auswirken als die viel wichtigeren inhaltlichen Aussagen und Botschaften der hinter ihnen stehenden Parteien.

Für das eigentliche Thema der Veranstaltung hatte der BDL Anna Braam, Vorsitzende der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen eingeladen. Mittels einer Präsentation erhielten die Teilnehmer wichtige Informationen zum Aufbau der staatlichen Rente sowie deren Berechnung. Ebenfalls wurden Fachbegriffe, wie das Rentenniveau, erklärt und besprochen sowie ein 8 Punkte-Plan für eine Reform des Rentensystems betrachtet. Bestandteil dieses Konzeptes ist zum Beispiel eine Kopplung des Renteneinstiegsalters an die Lebenserwartung oder die Beteiligung von Politikern, Beamten und Selbständigen an der Finanzierung der staatlichen Rentenkasse. Die Veranstaltung eines Generationengipfels mit einem fairen Mitspracherecht für Jugendliche wäre ohnehin Grundvoraussetzung. Diese Position vertritt auch Lukas Stede als Beisitzer der Hessischen Landjugend e.V. und Mitglied im AK JumPo. Für ihn gleicht das deutsche Rentensystem dem Titanic-Schiff, das nur so lange als sicher gilt, bis es am Eisberg des demografischen Wandels zerschellt. Deshalb werden sich Lukas und die anderen AK-Mitglieder zukünftig auch damit beschäftigen, wie junge Menschen mehr Einfluss auf das Rententhema erhalten und was genau getan werden muss, damit die Rente keinen Schiffbruch erleidet.

 

Text: HLJ

Bild: BDL